Schwule Geschichte(n) am 26.9. und 28.11

Fünfzig Jahren ist es her, dass in der Bundesrepublik 1969 auf die Strafandrohung für Sex unter erwachsenen Männern verzichtet wurde. 1971 löste dann Rosa von Praunheim mit einem Film* die zweite deutsche Schwulenbewegung aus. Aus ihren studentisch gep

Die Schulen Geschichte(n) ist eine Veranstaltungsreihe des SFN (Schwules Forum Niedersachsen), die in verschiedensten Zentren in Niedersachsen satt findet. Auch der Checkpoint Queer hat die Ehre zwei Termine ausrichten zu dürfen. Am 26.9 und 28.11. Alle Menschen sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.
Dies ist der Veranstaltungstext des aktuellen Flyers: Fünfzig Jahren ist es her, dass in der Bundesrepublik 1969 auf die Strafandrohung für Sex unter erwachsenen Männern verzichtet wurde. 1971 löste dann Rosa von Praunheim mit einem Film* die zweite deutsche Schwulenbewegung aus. Aus ihren studentisch geprägten Gruppen sind inzwischen vielfältige Strukturen und Angebote erwachsen. Die Spannbreite reicht von den lokalen Jugendgruppen über die CSDs bis zur staatlichen Heimvolkshochschule und einem Referenten im Sozialministerium. Auch AIDS-Hilfen wurden von Schwulen entscheidend mitgestaltet und können als schwule „Infrastruktur“ gesehen werden. Fast 50 Jahre „Schwule Bewegung“ bedeutet auch, dass sich heute zwei Generatonen begegnen. Ältere Männer, die als junge Männer die Grundlagen für die heutigen Strukturen legten. Und junge Männer, die jetzt anstehende Aufgaben angehen (wollen). Mit den Schwulen Geschichte(in) sollen Erfahrungen politischer Bewegung zugänglich gemacht werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Zeitzeugen: Was trieb sie und ihre Generation an. Was hat sich aus ihrer Sicht erledigt und welche Aufgaben sind verblieben. Unsere Vision wäre, wenn sich im Dialog generationsübergreifende – oder neue – Ziele für „schwules Leben“ entwickeln. Oder ganz praktisch: Was können wir aus 50 Jahren Bewegung für die aktuelle schwule oder auch queere Bewegung lernen? Am Anfang des Abends in Form eines Erzählcafés wird die Geschichte eines Mannes und seine Rolle in der „Bewegung“ stehen. Anschließend sind alle eingeladen, sich mit Fragen und ihren Vorstellungen einzubringen.

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